net-line FWR-40, IEC 870-5-101 an ids-Leitstelle, Schutzkopplung
Zeitraum
2003, 2006, 2007, 2008
Zur Überwachung des niederohmig geerdeten 20 kV Netzes werden die Siemens Schutzgeräte 7SA610 eingesetzt. Es werden beide Abgänge geschützt. Der digitale Distanzschutz 7SA610 von Siemens hat eine ausreichende Zahl von Staffelstufen, wodurch die für die Auslösung relevante Reaktanz für jede Fehlerrichtung in 3 Stufen einstellbar ist. Zusätzlich ist eine Endzeit je Richtung parametrierbar. Das Relais gibt somit für jeden Leistungsschalter getrennt den Ausgabebefehl aus und erfüllt damit die Aufgaben von 2 alten Schutzrelais, wobei nur ein Wandlersatz verwendet wird. In einer Energierichtung ist zusätzlich ein Schalterversagerschutz möglich, denn wenn der Fehlerstrom nach einer parametrierten Zeit nicht abklingt, kann der zweite Leistungsschalter zusätzlich ausgeschaltet werden.
Die Kopplung der Distanzschutzrelais 7SA610 an die Fernwirkgeräte net-line FWR-40 von SAT IT-systems erfolgt über das IEC 60870-5-103 Protokoll. Da hier nur ein Schutzrelais angeschlossen werden muss, wird die für diesen Einsatzfall nicht genormte V.24-Schnittstelle verwendet. Eine RS-584-Schnittstelle wäre ebenfalls möglich.
Die Umsetzung der Typkennung aus den Schutzrelais in die Struktur des Leitsystems erfolgt in der Unterstation net-line FWR-40. die Übertragung an die Fernwirkzentrale erfolgt über eigene Standleitungen mit dem Protokoll nach IEC 870-5-101. Für die Anbindung an die vorhandenen WT-Modems der Zentrale werden in den Unterstationen die SAE-eigenen und internen Modems WT12 genutzt.
In einem weiteren Projekt werden die batteriebetriebenen Systeme auco-log zur Überwachung der Wasserschächte eingesetzt. In den Druckminderschächten werden von den auco-log Systemen der Druchfluß als Zählwert sowie einige Betriebsmeldungen (Schachtdeckel auf/zu, Überflutung, Druckausserhalb Toleranz) erfasst und einmal täglich über das GSM-Netz an eine Fernwirkzentrale net-line FWR-40 übertragen. Durch die kontinuierliche Überwachung kann auf das monatliche Ablesen der Wasserstände und Druckschreiberverzichtet werden.
Die Übertragung der aktuellen Zustände und Störmeldungen erfolgt an die Leitstelle nach IEC 870-5-101. Die historischen Archivdaten werden als Stundenarchiv über einen OPC-Server dem Leitsystem zur Verfügung gestellt.
Profil
Fernwirkstation unter IEC 870-5-101 an ids Leitstelle, Schutzgerätekopplung unter IEC 870-5-103 an Unterstationen
Überwachung von Wasserschächten mit auco-log Systemen
Kunde
EVI Energieversorgung Hildesheim GmbH & Co. KG 31137 Hildesheim
Protokolle
IEC 60870-5-101
IEC 60870-5-103
Komponenten
Ca. 50 Stationen
Leitstele: IDS HighLeit
Fernwirkkopf Erwin Peters
Mehrere net-line FWR-400 mit 3 Linien
Unterstationen mit Kopplung zu Schutzgeräte Siemens 7SA610
Ca. 20 net-line FW-40
ca. 10 net-line FW-4
ca. 20 auco-log GSM
Eingesetzte Produkte
FWR-40
FW-4
Auco-log
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