Position

Düsseldorf

Jahr

Produkte

FW-5-GATE, FW-50, BCU-50

Protokoll

IEC 60870-5-104, IEC 60870-5-103, https, ftps

Der Düsseldorfer Airport ist mit rund 25,5 Millionen Passagieren in 2019 der größte Flughafen Nordrhein-Westfalens. Über 70 Fluggesellschaften starten von hier zu mehr als 200 Zielen weltweit.

Beschreibung

In einer der wirtschaftlich stärksten Regionen Europas mit 18 Millionen Einwohnern in einem Umkreis von 100 Kilometern gelegen, hat der Düsseldorfer Airport eine herausragende Bedeutung für die Erfüllung der Mobilitätsbedürfnisse der Bürger und der Wirtschaft in NRW und den südöstlichen Niederlanden. Darüber hinaus gibt der Flughafen als größte Arbeitsstätte in Düsseldorf mit über 20.000 Arbeitsplätzen erhebliche Beschäftigungsimpulse für das Land.

Um die Sicherheit aller Fluggäste zu gewährleisten, unterliegt der Flughafen Düsseldorf strengen Richtlinien, die sich auch im Bereich Strom niederschlagen. Um die rund 610 Hektar Gelände mit Strom zu versorgen und sowohl die Abgangsfelder als auch die Dieselaggregate zu überwachen, setzt der Flughafen seit 2016 auf den Einsatz von SAE Fernwirktechnik bei der Ausstattung ihrer Schalthäuser.

Hoher Automatisierungsgrad
Bei dem Stromnetz des Flughafens handelt es sich um ein „geschlossenes Verteilnetz“ nach Paragraph 110 des Energiewirtschaftsgesetzes (ENWG). Insgesamt befinden sich rund 60 Niederspannungs-Anlagen am Flughafen, die über einen nahezu 100prozentigen Automatisierungsgrad verfügen. Beispielsweise können die Leistungsschalter und Lasttrenner aus der Ferne gesteuert werden. Da die alten Komponenten mit der Einführung von Windows XP abgekündigt wurden, wird die gesamte Fernwirktechnik nun ausgetauscht: 15 Netzstationen wurden bereits umgebaut, weitere 14 folgen in naher Zukunft. Darüber hinaus werden zur Überwachung der Dieselaggregate 48 Meldungen, Soll- und Ist-Werte verglichen und übertragen.
Der Flughafen hat eine rund um die Uhr besetzte Leitwarte.
Zwischen Leitstelle und Fernwirkkopf sowie zwischen Fernwirkkopf und Unterstationen werden die Daten über das Protokoll IEC 60870-5-104 übertragen. In den Unterstationen werden zudem Schutzgeräte diverser Hersteller via IEC 60870-5-103 Protokoll angebunden.
Als Netzanalysesysteme kommen die Sentron Pack4200 von Siemens zum Einsatz, welche via Modbus-TCP an die SAE-Fernwirktechnik (FW-5-GATE, FW-50 und BCU-50) gekoppelt werden.

Komfortabel & sicher
Der Vorteil des Einsatzes von SAE-Technik liegt nach Aussage des Kunden in der „sehr leichten Parametrierung und Anbindung“. Diese wird vom Flughafenpersonal selbst durchgeführt. Um die IT-Sicherheit zu gewährleisten, werden ausschließlich gesicherter Protokolle (https, ftps) sowie redundante Kommunikationswege genutzt. Zudem werden am Flughafen Düsseldorf lediglich eigene Kupfer und LWL-Leitungen zur Kommunikation verwendet. Wir freuen uns auf den weiteren Verlauf des Projektes.